Das geht vielleicht wieder

Im Reparatur-Café werden defekte Kleingeräte wieder fit gemacht

Riedstadt – Der lieb gewonnene Handmixer ist zwar solide gebaut, liegt aber nach einem Kabelbruch nutzlos irgendwo im Keller herum. Oder das handliche Küchenradio gibt aus unerfindlichen Gründen keinen Mucks mehr von sich. Für solche Fälle gibt es jetzt Hilfe.

Im Saal der Initiative „Atempause“ in der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt, Wilhelm-Leuschner-Straße 21, in Riedstadt-Erfelden öffnet regelmäßig das ReparaturCafé. Hier können einmal im Monat samstags von 14 bis 17 Uhr defekte ElektroKleingeräte aus dem Haushalt gemeinsam, aber unter fachkundiger Anleitung, wieder fit gemacht werden. Der nächste Termin ist am Samstag, 24. August.

Initiatoren des Hilfe-zurSelbsthilfe-Angebots sind Ute Nold-Stenzel und Uwe Stenzel aus dem Stadtteil Crumstadt. „Sie ist die Anstifterin“, sagt Uwe Stenzel lachend über seine Ehefrau. Sie hatte im Fernsehen einen Beitrag über Reparatur-Cafés in Hessen gesehen und erklärte ihrem Mann: „Das wäre doch auch was für dich.“ Der Elektromeister ließ sich überzeugen und rasch fanden sich im Bekannten- und Freundeskreis zwei weitere Mitstreiter: ein pensionierter Radio- und Fernsehmeister sowie ein ehemaliger Arbeitskollege Nold-Stenzels von der Uni Darmstadt.

Die Idee: Elektro-Kleingeräte, die sich leicht tragen lassen, können zum Reparatur-Café gebracht und unter Anleitung hoffentlich wieder zum Laufen gebracht werden – eine Garantie gibt es natürlich nicht. Die Hilfe zur Selbsthilfe ist kostenlos, nur Ersatzteile müssen zum Einkaufspreis bezahlt werden. „Großgeräte reparieren wir nicht und alle Geräte müssen auch wieder mitgenommen werden, auch wenn sie nicht repariert werden konnten“, erklärt Stenzel einige der wichtigsten Regeln, die mit insgesamt zwölf Punkten im Café aushängen. Auch die Stadt war sofort überzeugt von dem ehrenamtlichen Konzept. Bürgermeister Marcus Kretschmann, zugleich Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, sagte gerne die Räumlichkeiten in der Stiftung zu, trägt das Projekt doch zur Abfallvermeidung bei und gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Unter dem Titel „Das geht vielleicht wieder – zu schade zum Wegwerfen“ wurden Zettel mit den ersten Terminen des ReparaturCafés und dem Aufruf für weitere Mitstreiter gedruckt. Nold-Stenzel freut sich über die bisherige Resonanz. „Am Ökomarkt in Erfelden haben wir die Flyer erstmals verteilt und sie wurden sehr gut angenommen“, erzählt sie. Drei weitere Helfer hat das Ehepaar dadurch gefunden, hofft aber auch noch auf weitere Unterstützer. Damit das gemeinsame Werkeln noch mehr Spaß macht, backen Nold-Stenzel und eine weitere Helferin Kuchen und auch Kaffee gibt es zu einem kleinen Unkostenbeitrag.

Die weiteren Termine des Reparatur-Cafés im Saal der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt, WilhelmLeuschner-Straße 21 in Riedstadt-Erfelden für 2019 sind Samstag, 21. September, 26. Oktober und 30. November, jeweils von 14 bis 17 Uhr.

ggr

Foto: Stadt Riedstadt

Weitere ehrenamtliche Unterstützung ist hochwillkommen. Kontakt: Uwe Stenzel, Telefon 06158-7473101, EMail: uwe_stenze@gmx.de

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