Gemeinsam für Mensch und Umwelt

Zusammenarbeit trägt Früchte: Bei der Übergabe des E-Lastenrads für den Verein Essen für Alle am Groß-Gerauer Landratsamt waren dabei (von links) Landrat Thomas Will, Oliver Claus von Fahrrad Claus, Dr. Sylvia Schneider sowie Klaus Malter von EfA und Anette Neumann von der Kreissparkasse Groß-Gerau. Foto: Kreisverwaltung

Kreis fördert E-Lastenrad für gemeinnützigen Verein EfA

Kreis Groß-Gerau – Der gemeinnützige Verein Essen für Alle (EfA) kann künftig Abhol- und Verteilungsfahrten zur Rettung von Lebensmitteln umweltfreundlich mit einem E-Lastenrad erledigen. Die Box des neuen Lastenrads ist perfekt geeignet, um mehrere Obst- und Gemüsekisten gestapelt zu transportieren. Möglich wurde die Anschaffung des Lastenrads unter anderem durch Zuschüsse der Kreissparkasse Groß-Gerau, von Fahrrad Claus aus Trebur und des Kreises Groß-Gerau.

Da der Verein aus eigenen Mitteln kein Lastenrad anschaffen konnte und bei der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur immer auf Spenden angewiesen ist, wurde ein Finanzierungskonzept entwickelt, damit der Verein künftig nachhaltig mobil unterwegs sein kann. „Fortbewegung mit Muskelkraft und ohne Abgase spiegeln perfekt den Grundsatz des Vereins wider: Gemeinsam für Mensch, Natur und Umwelt!, sagt Dr. Sylvia Schneider, Sprecherin für EfA.

„Das E-Lastenrad ist wirklich für viele Transportzwecke einsetzbar und deshalb sehr gut geeignet, um Pkw-Fahrten nicht nur einzusparen, sondern auch um ein Auto komplett zu ersetzen“, sagt Landrat Thomas Will, der die Arbeit von EfA begrüßt. Denn getreu den Worten „Zu gut für die Tonne“ werden alle eingesammelten Lebensmittel verwertet. Was nicht schön genug ist für die Verteilung wird zum Beispiel zu Fruchtaufstrichen verarbeitet. Es werden auch etliche Tierstationen beliefert. Der geringe Rest wird kompostiert. Alles bleibt im Kreislauf der Natur. Das Lastenrad passt daher perfekt in die Philosophie von EfA, sind sich der Landrat und Dr. Sylvia Schneider einig.

Und auch mit der Haltung des Kreises Groß-Gerau deckt sich die Aktion. Denn hohes Pkw-Aufkommen ist verantwortlich für weiter steigende Treibhausgas-Emissionen und eine hohe Konzentration an Stickoxiden und Feinstaub in der Luft und schadet deshalb dem Klima. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Umstieg auf nachhaltige Formen der Mobilität zu fördern und somit einen sinnvollen Beitrag zur Verkehrsvermeidung, zur Luftreinhaltung und Lärmminderung zu leisten. Daran arbeitet die Kreisverwaltung seit Längerem mit ihren Mobilitätskonzepten.

Jede eingesparte Pkw-Fahrt ist ein sinnvoller Beitrag für den Klimaschutz, sind sich alle einig. Um diesem Ziel näher zu kommen, wurde in diesem Jahr sowohl beim Kreis als auch vom Land Hessen der Kauf von (E-)Lastenrädern finanziell unterstützt. Die Nachfrage war bei beiden Programmen so groß, dass das für 2020 eingeplante Budget schnell ausgeschöpft war. Für kommendes Jahr plant der Kreis Groß-Gerau, seine Förderrichtlinie – die bislang nur Privatpersonen berücksichtigt hat – anzupassen und auch kleineren Betrieben sowie Vereinen die Möglichkeit zu geben, Fördermittel zur Anschaffung eines (E-)Lastenrads in Anspruch zu nehmen.

ggr

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