Das Halbjahresprogramm des Stadtmuseums

Doppelausstellung, Lesungen, Klavierabend und Jubiläum des Fördervereins

Groß-Gerau – Es ist wieder soweit. Das Stadtmuseum tritt mit einem vielgestaltigen Halbjahresprogramm an die Öffentlichkeit. Im Zentrum steht die Ausstellung mit Werken von Wilhelm Altheim (1871-1914) und Gerd Winter (*1951). Zwei Groß-Gerauer Künstler, mit denen in diesem Jahr Geburtstag gefeiert werden kann, einmal den 150. und zum andern den 70. Unter dem Motto „Klassisch/Modern“ begegnen sich dabei der realistische Beobachter der Zeit der Industrialisierung, jedoch mit Blick auf das ländlich geprägte Leben und zum andern der moderne, der Farbfeldmalerei verschriebene Künstler, der allein Farbe und Form zum Thema macht.

Erstmals dabei zu sehen, viele Bilder aus Groß-Gerauer Privatsammlungen, die eigens für das Projekt ausgeliehen werden konnten. Am 22. Oktober wird die Ausstellung eröffnet und ist mit einigen Begleitveranstaltungen bis zum 13. März 2022 im Stadtmuseum zu besuchen. Die Ausstellung ist zudem Teil einer Veranstaltungsreihe, die das 40. Bestehen unseres Fördervereins Stadtmuseum e.V. würdigt. Der Verein hat in den vergangenen Jahren durch seine Unterstützung den Ankauf zahlreicher Arbeiten Altheims und Winters ermöglicht, aber nicht nur das. Er hat seit 1981 die Entstehung des Stadtmuseums und dessen anschließende Arbeit maßgeblich befördert. Am 4. November, 19 Uhr, gibt es deshalb einen Abend mit einem Zeitzeugengespräch, in dem auf die erfolgreiche Arbeit dieser Jahrzehnte zurückgeblickt werden soll und, als Höhepunkt und auch greifbares Ergebnis dieses Wirkens, wird zu diesem Anlass das Buch „50+1 mal Geschichte aus der Sammlung des Stadtmuseums“ vorgestellt. Erstmals kann hier ein vielgestaltiger Querschnitt mit interessanten, skurrilen und ästhetisch wertvollen Sammlungsstücken vorgestellt und dem Publikum zum Kauf angeboten werden. Am 2. Dezember, 19 Uhr, wird dann der Grabungsleiter der Außenstelle Darmstadt der hessenArchäologie, Ralf Klausmann, unter dem Titel „100 römische Brunnen und vieles mehr – 30 Jahre Grabungen Auf Esch“ einen spannenden Überblick über seine Grabungstätigkeit und die Vielzahl der Funde Auf Esch geben. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.  Es ist auch wiederum ein Ausstellungsbesuch zusammen mit dem Förderverein geplant. Am 9. Dezember heißt es im Frankfurter Städel „Nennt mich Rembrandt“, eine spektakuläre Ausstellung, die Rembrandts Durchbruch in Amsterdam thematisiert. Die Anmeldung erfolgt beim Museumsleiter, dort gibt es weitere Informationen.

Das Halbjahr wartet noch mit zahlreichen Lesungen und einem Klavierabend auf. Letzterer findet am 11. November um 19.30 Uhr statt und präsentiert den koreanischen Pianisten Joonhyum Kim, der Werke von Chopin und Ravel zu Gehör bringen wird. Karten zu 17 Euro unter www.gross-gerau.de und am Infoschalter Stadthaus. Tel. 7160.

Die Lesungen beginnen am 14. Oktober um 19 Uhr, mit den autobiografischen Erinnerungen von W. Christian Schmitt, dem langjährigen Herausgeber des Wir-Magazins. „Willkommen in der Aula meiner Erinnerungen. Begegnungen, Beobachtungen, Erlebtes in 50 Jahren Kultur-Journalismus“ ist sein Buch betitelt und es spiegelt in Gestalt nahezu alles wider, was in Kultur und Literatur im deutschsprachigen Raum jener Zeit Rang und Namen hatte. Der Eintritt zur Lesung ist frei. Es folgt am 20. Oktober um 19 Uhr eine Lesung der Buchhandlung Calliebe, der es gelungen ist Bazyar Shida mit ihrem Buch „Drei Kameradinnen“ nach Groß-Gerau zu locken. Die Autorin ist geradeeben für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert worden. Karten gibt es im Vorverkauf für 12 Euro in der Buchhandlung Calliebe oder an der Abendkasse zu 15 Euro. Und es geht gleich zusammen mit dem Kulturamt weiter. Dann, am 29. Oktober, 19 Uhr, mit einem anderen vielfach prämierten Autoren, nämlich Ralf Schwob aus Groß-Gerau. Er stellt seinen neuen Frankfurt-Krimi „Das Präsidium“ vor. Der Eintritt ist frei. Den Reigen der Lesungen beschließt am 25. November, 19 Uhr, der Groß-Gerauer Sachbuch-Autor Bernd Heyl. Er widmet sich mit seinem Buch „Namibische Gedenk- und Erinnerungsorte. Postkolonialer Reisebegleiter in die deutsche Kolonialgeschichte“ einem Kapitel deutscher wie internationaler Geschichte, das noch vielfach der Aufarbeitung und Diskussion bedarf. Der Eintritt zur Lesung ist ebenfalls frei.

 

Auch der Groß-Gerauer Kulturstammtisch trifft sich wieder einmal im Monat. Am 30. August, 28. September, 27. Oktober, 25. November und 17. Dezember sind alle Kulturinteressierten jeweils um 19 Uhr ins Stadtmuseum eingeladen, über aktuelle Projekte und Veranstaltungen zu berichten.

 

Das Stadtmuseum ist ab dem 1. September wieder mittwochs und samstags von 10-12 Uhr und sonntags von 13-17 Uhr geöffnet. Zu sehen sind die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte 1920-1990, die Römerabteilung und das Altheim-Kabinett. Terminabsprachen und Informationen unter Tel. 06152/716295 sowie per E-Mail: juergen.volkmann@gross-gerau.de.

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