Uwe Bein – eine Eintracht-Legende wird 60

01.11.2018, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Museum - Uwe Bein, Uwe Bindewald, Manfred Manni Binz emspor, v.l. Uwe Bein (DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO)

Der Mann mit dem tödlichen Pass ist noch immer für den Verein aktiv

Er galt als der Mann für den tödlichen Pass und war eine der Schlüsselfiguren der erfolgreichsten Zeit von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahrzehnten. Am vergangenen Samstag ist Uwe Bein 60 Jahre alt geworden.

Als Fußball-Profi sorgte Uwe Bein schon in jungen Jahren bei Kickers Offenbach für Furore. Doch bis er es nach Frankfurt schaffte, verging noch einige Zeit. Erst im Alter von 28 Jahren kam der offensive Mittelfeldspieler zur Eintracht, blieb dort fünf Jahre lang und war eine der tragenden Säulen des „Fußball 2000“, den die Mannschaft um die Jahrtausendwende oft zelebrierte.

In seiner Zeit bei der Eintracht qualifizierte sich die Mannschaft stets für den UEFA-Cup. 1992 hätte es fast zu Höherem gereicht, doch die Mannschaft verspielte am letzten Spieltag mit einem 1:2 bei Hansa Rostock die deutsche Meisterschaft.

Bein harmonierte mit Spielern wie Maurizio Gaudino oder Andreas Möller, war aber zugleich auch ein wichtiger Vorbereiter für die Stürmer. Jörn Andersen und Anthony Yeboah wurden mit Bein als Mitspieler Bundesligatorschützenkönige. Bein selbst erklärt das so: „Mein Geheimnis war, dass ich wusste, was ich mit dem Ball mache, bevor ich ihn von einem Mitspieler bekommen habe. So war ich den Abwehrspielern einen Tick voraus.“

Auch ohne Finaleinsatz stolzer Weltmeister

Bei der WM 1990 bestritt er vier Spiele, verletzte sich dann aber und verfolgte das Finale nur von der Bank aus. Trotzdem war er der bislang letzte Eintrachtler, der den Pokal in den Händen halten durfte. „Meine Freunde sagen Weltmeister zu mir. Das macht mich stolz“, sagt Bein selbst dazu.

Die fünf erfolgreichen Jahre in Frankfurt haben bleibenden Eindruck bei den Fans hinterlassen. Bein gehört zu den von Anhängern gewählten zwölf „Säulen der Eintracht“. 1994 wechselte er zu Urawa Red Diamonds nach Japan, wo er seine Profikarriere ausklingen ließ.

Heute nimmt er als Markenbotschafter der Eintracht zahlreiche Termine wahr, ist bei nahezu jedem Heimspiel im Stadion zu Gast. Und wenn die Traditionsmannschaft den Spielbetrieb wieder aufnimmt, will er hin und wieder das Eintracht-Trikot tragen, wie es auf der Vereinshomepage heißt. „Vielleicht spiele ich nochmal den einen oder anderen tödlichen Pass und lasse mich dann wieder auswechseln. Hauptsache ich bin dabei und treffe die Jungs“, sagt Bein.

Von Stephan Köhnlein

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