Tauchende Hunde

Maia beim beherzten Sprung ins Wasser. Foto: haza-foto

Verein Portugiesischer Wasserhunde trainierte anderthalb Tage im Freibad Goddelau

Riedstadt – Ein Schlauchboot ist kein Fischerboot und das Freibad Goddelau nicht ganz der Atlantik – aber das ist Maia völlig egal, sie ist trotzdem voll in ihrem Element. Hellwach folgt sie den Anweisungen ihrer Halterin Susanne und stürzt sich auf ihr Handzeichen hin mit Begeisterung vom Boot ins Wasser. Auch Fischernetze bringt sie gekonnt zum Boot zurück, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Maia ist ein Portugiesischer Wasserhund (Cᾶo de Água Portugês) und diese Rasse wurde gezüchtet, um portugiesischen Fischern bei der Arbeit zu helfen. Er sprang ins Wasser und trieb Fische ins Netz, half beim Ausbringen der Netze, brachte Nachrichten von Boot zu Boot und hielt Kontakt zum Festland. Er apportierte Tauenden, abgerissene Netze oder über Bord gegangene Fischer.  Der portugiesische Wasserhund schwimmt nicht nur, sondern taucht auch. Bis zur Modernisierung der Fischerei wurde er an der gesamten Küste Portugals gebraucht und eingesetzt. Heute ist er beliebter Familienhund, gilt als sehr intelligent, lernbegierig, liebt sportliche Herausforderungen und vor allem das Wasser.

Deshalb freute sich der neu gegründete Verein „Freunde des Cᾶo de Água Portugês – Wasserhunde United“ (FCAP) aus dem Darmstädter Raum, der deutschlandweit agiert,  sehr über die Möglichkeit, nach Ende der Badesaison im Freibad Goddelau und direkt im Anschluss an das fünfte Riedstädter Hundeschwimmen das Freibad für einen anderthalbtägigen Wasserworkshop mit Hundetrainerin Tine Wölfel zu nutzen. Dabei sind auch ein Boot, mehrere Surfbretter und diverses Trainingszubehör.

Jedes Mensch-Hund-Team arbeitet konzentriert am und im Wasser. Nach Gehorsamsübungen an Land wie Beifuß gehen, sitzen und abwarten und Apportieren geht es dann ins Wasser: Auf Kommando springen die Hunde vom Beckenrand ins Wasser und schwimmen zum Boot. Dort wartet ihr Zweibeiner und zieht sie mit gekonntem Griff hinein. Doch dabei ist das Fischernetz über Bord gegangen und schon gibt es die nächste Aufgabe: Springen aus dem Boot, nach dem Netz tauchen und es zum Boot bringen. „Wasserarbeit ist eine ideale Art, um Arbeitshunde ihren Anlagen gemäß zu trainieren und mit Spaß und Freude für Mensch und Hunde viel für die Beziehung und Bindung zu tun“, erklärt Tine Wölfel diesen noch selten praktizierten Hundesport.

ggr

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