Start frei für Ökomodellregion

Land gibt Finanzmittel frei

Groß-Gerau – Mit den kürzlich von der hessischen Umweltministerin Priska Hinz unterschriebenen Zuwendungsverträgen können die fünf neuen hessischen Ökomodellregionen endgültig in die Umsetzung gehen. Die „Ökolandbau Modellregion Süd“ – bestehend aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Odenwald und Groß-Gerau sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt – war am 26. Juni 2018 anerkannt worden. Die Förderung ist eine Reaktion auf die gesteigerte Nachfrage nach BioLebensmitteln und trägt dem Fakt Rechnung, dass in Südhessen Ökolandbau bisher stark unterrepräsentiert ist. Das soll sich ändern.

Der Ökoaktionsplan der Landesregierung sieht nun eine Unterstützung in Form eines Personalkostenzuschusses von jeweils 50.000 Euro über die nächsten zwei Jahre vor. Aufgrund ihrer Größe erhält die „Ökolandbau Modellregion Süd“ 1,5 Stellen, welche die Kreise noch um eine halbe Stelle ergänzen. Die Besetzung der Beraterstellen soll schnellstmöglich erfolgen.

Groß-Geraus Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer ist froh über die Kooperation mit den anderen Kreisen und Darmstadt, denn allein wäre der Kreis Groß-Gerau wohl nicht bei den Ökomodellregionen zum Zug gekommen. „Direktvermarktung wird nachgefragt, der Bedarf an regionalen und Bioprodukten ist da. Auch die Landwirte, die umstellen, profitieren davon. Genauso die Umwelt. Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der umsteigt, ist ein Gewinn für uns“, betont Walter Astheimer.

„Wir freuen uns, dass wir nach der langen Anlaufphase nun endlich aktiv werden können“, sagt auch Christel Fleischmann, Umweltdezernent und Erster Kreisbeigeordneter im Landkreis Darmstadt-Dieburg. „Mit den Verträgen in der Tasche starten wir mit der Suche nach Unterstützern und Sponsoren, um das Netzwerk möglichst schnell zu erweitern und Drittmittel einzuwerben.“ Erste Leuchtturmprojekte seien bereits in Planung.

Ziel ist die Ausweitung der ökologischen Erzeugung, die Etablierung von Verarbeitungs- und Vermarktungsketten sowie die Sensibilisierung der Verbraucher für gesunde und regionale Lebensmittel. Die neu geschaffenen Strukturen sollen somit Vernetzung und Kooperation stärken, aber auch Grundlage künftiger Weichenstellungen für die Ökomodellregion werden.

ggr

Foto: Arthur Schönbein

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