Sportler und Spaßvermittler

Büchnerstadt wirbt weiter um Fachkräfte für städtische Kitas

Riedstadt – „Ich bin Sportler, Spaßvermittler, Ausprobierer, Bodygard“, sagt Erzieher Nico Gade auf die Frage: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ Dazu reicht er einer kleinen Turnerin auf der Schwebebalken-Bank eine helfende Hand. Zu sehen ist die Szene auf einem Banner, das an der Grundschule Erfelden hängt.

Denn die Fachkräftesuche für die mittlerweile 14 städtischen Kitas geht weiter: In den sozialen Medien, aber auch mit großen Bannern, die mit verschiedenen Motiven in allen fünf Stadtteilen Riedstadts hängen, wirbt die Büchnerstadt Riedstadt um staatlich anerkannte Erzieher*innen für die Bereiche Krippe, Kindergarten und Hort. Gezeigt werden keine Models, sondern Kinder und Erzieher*innen der städtischen Betreuungseinrichtungen.

„Durch die Personalgewinnung in der letzten Zeit konnten wir gut Vakanzen füllen und die normale Fluktuation ausgleichen. Das heißt, im normalen Kitabetrieb stehen wir relativ gut da, sind die Kitas gut arbeitsfähig und erfüllen weiterhin die Kriterien des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches. Aber wir suchen nach wie vor dringend Fachkräfte für neue Gruppen, die wir eröffnen könnten, wenn das Personal dafür da wäre“, zieht die Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Soziales Petra Fischer eine kleine Zwischenbilanz.

Die gute Nachricht: In der Kita am Bürgerhaus, die als Zwischenlösung bis zur Fertigstellung der Kita an der Großsporthalle Erfelden, dem „Haus der kleinen Füße“ gedient hatte, wird es ab 1. Oktober einen Neustart geben: Dann werden sukzessive Kindergartenkinder von drei bis sechs Jahren aufgenommen, bis die dort erlaubte Gruppengröße von 20 Kindern erreicht ist. Auch dieses Mal dient die Kita am Bürgerhaus als Zwischenunterkunft. Wenn die Kita an der Riedbahn im Gewerbegebiet Goddelau Süd-West fertiggestellt ist, werden Kinder und Fachkräfte dorthin umziehen.

Doch eigentlich könnten in der Kita am Bürgerhaus noch zwei Krippengruppen für Kinder bis drei Jahre mit jeweils elf Kindern eröffnet werden sowie im „Haus der kleinen Füße“ eine Krippengruppe mit zwölf Kindern und eine Kindergartengruppe für 25 Kinder – wenn denn das Personal dafür da wäre. „In der Kita am Bürgerhaus sind sechseinhalb Stellen offen und im Haus der kleinen Füße fünf“, verdeutlicht Fischer die Problematik.

Nun hofft sie auf weitere Fachkräfte für diese neuen Gruppen – und ist damit beileibe nicht die Einzige: „Die Eltern würden Luftsprünge machen“, betont die Fachbereichsleiterin.

ggr

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