Sitzgruppen am Altrhein abmontiert

Zu viele Menschen auf engem Raum trotz Abstandsregeln machen Maßnahme notwendig

Riedstadt – Es ist für alle Beteiligten eine schwierige Situation: Im Kampf gegen die ungehemmte Ausbreitung des Corona Virus gilt ein weitgehendes Kontaktverbot. Gleichzeitig sollen und wollen sich die Menschen gerade wegen dieser Einschränkungen an der frischen Luft bewegen – doch ist ein Aufenthalt draußen mit mehr als zwei Menschen nur erlaubt, wenn sie als Familie oder Hausgemeinschaft zusammen leben.

Eine Gratwanderung, die insbesondere in Riedstadt-Erfelden mit seiner Fußgängerbrücke auf den Kühkopf und dem beliebten Altrheinufer zu großen Problemen führt. So waren die Sitzgruppen mit Tischen und Bänken unmittelbar am Erfelder Altrheinufer weiterhin beliebter Treffpunkt für größere Gruppen – ungeachtet aller Abstandsregeln und dem weitgehenden Kontaktverbot. Da mit wärmeren Temperaturen und den Osterfeiertagen eher noch mit einer Verschärfung der Situation zu rechnen war, hat die Büchnerstadt Riedstadt Konsequenzen gezogen und die zwei Tische und sechs Bänke abmontieren lassen.

„Ich finde es sehr schade, dass die Unvernunft einiger weniger eine solche Maßnahme notwendig macht. Aber angesichts der Dramatik dieser Pandemie mussten wir handeln“, bedauert Bürgermeister Marcus Kretschmann.

Große Sorgen macht Bürgermeister Kretschmann und dem Fachbereichsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Oliver Hartmann, darüber hinaus die Situation an der Martin-Roth-Brücke, Eingangstor in Hessens größtes Naturschutzgebiet. Insbesondere an den Wochenenden ist der Parkplatz auf dem Richthofenplatz überfüllt mit Autos von Ausflüglern, angesichts der Menschenmassen auf Fußgängerbrücke und den Hauptwegen des Kühkopfs sind die Abstandsvorgaben nicht einzuhalten. „Jetzt ist nicht die Zeit für Ausflüge an hochfrequentierte Orte. Gehen Sie lieber wohnortnah spazieren“, plädiert Kretschmann. Bessert sich die Situation nicht, muss über eine Sperrung der Brücke nachgedacht werden.

Der Bürgermeister plädiert noch einmal eindringlich: „Auch wenn es schwer fällt, halten Sie bitte das weitgehende Kontaktverbot ein – zum Schutz unserer älteren Mitmenschen und weiterer Risikogruppen und um einen Kollaps unseres Gesundheitssystems zu verhindern. Lassen Sie uns mit Verständnis und Einfühlungsvermögen, physischem Abstand, aber sozialer Nähe diese Krisenzeit gemeinsam meistern.“

ggr

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