Marcel Franke hebt sich die Tore auf

Nach der Großchance gegen Regensburg hat der Verteidiger etwas gutzumachen

Marcel Franke ist gebürtiger Sachse und spielte von 2015 bis 2017 für die SpVgg Greuther Fürth in Franken – dem nächsten Gegner des SV Darmstadt 98 (Sonntag, 13.30 Uhr in Fürth). Seit dieser Saison zählt der 25 Jahre alte Innenverteidiger zu den großen Stützen der Lilien-Defensive.

Gegen Jahn Regensburg vertrat er zuletzt den gelbgesperrten Fabian Holland als Mannschaftskapitän. Gegen Fürth wird er die Binde wohl wieder abgeben. Doch grundsätzlich sieht er sich als Führungsspieler. „Es ist immer gut, Verantwortung zu übernehmen“, sagte er laut dem Online-Magazin lilienblog.de. „Das ist etwas, wo ich mich sehe, wo ich noch reinwachsen möchte. Ich bin jetzt im richtigen Alter, habe die richtige Position, auf der ich das Spiel vor mir habe.“

Spaß muss man sich erarbeiten

Seit dem Trainerwechsel von Dirk Schuster zu Dimitrios Grammozis legt die Mannschaft mehr Wert auf das Fußballerische – und hat sichtlich mehr Spielfreude. „Natürlich spielt Spaß eine große Rolle“, sagt Franke. „Aber den muss man sich auch erarbeiten. Und das haben wir die letzten Wochen gemacht.“

Trotzdem läuft noch nicht alles optimal. So habe man gegen Regensburg viel zu viele Torgelegenheiten ausgelassen, hätte das Spiel eigentlich gewinnen müssen. Franke selbst hatte in der Nachspielzeit noch die Riesenchance zum Siegtreffer. „Den muss ich natürlich machen. Der Torwart ist schon draußen,
ich brauche den Ball gar nicht mehr ins Eck köpfen, sondern nur noch irgendwie ins Tor bringen“, räumt er ein. „Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen“, sagt er und fügt lachend an: „Das hebe ich mir jetzt für die nächsten Spiele auf.“

Vertragsverlängerung? Andere Sachen sind im Moment wichtiger!

Obwohl der Abstand zur Abstiegszone relativ komfortabel ist, sieht Franke die Lilien noch nicht am Ziel. Allerdings ist er zuversichtlich mit Blick auf den Klassenerhalt: „Wir wollen den Schwung mitnehmen, den wir jetzt haben. Das sieht gut aus.“ Dem Klassenerhalt ordnet er derzeit auch die Frage nach seiner Zukunft unter. Bis Saisonende ist er vom englischen Zweitligisten Norwich City ausgeliehen. Und dann? „Wir haben jetzt noch andere Sachen, die im Moment wichtiger sind, wenn man auf unseren Punktestand guckt“, sagt er. „Dann wird man sich irgendwann zusammensetzen.“

Von Stephan Köhnlein

Foto: Arthur Schönbein

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