Lilien-Präsidium um Fritsch bestätigt

Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch. Archiv-Foto: Arthur Schönbein

Darmstadt in der vergangenen Saison mit Gewinn

Fortschritte beim Stadionumbau, ein Gewinn von 0,90 Millionen Euro in der Saison 2019/20 und auch sonst eine solide finanzielle Basis – Vereinspräsident Rüdiger Fritsch konnte bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung des SV Darmstadt 98 gleich mehrere positive Ergebnisse verkünden. „Wir haben in den letzten Jahren viel erreicht“, sagte der 59 Jahre alte Jurist.

In einer wegen der Corona-Pandemie um rund ein halbes Jahr verschobenen Mitgliederversammlung wurden Fritsch sowie seine Präsidiumsmitstreiter Volker Harr, Markus Pfitzner, Anne Baumann und Wolfgang Arnold alle mit großer Mehrheit für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Gegenkandidaten gab es allerdings auch nicht.

Amtszeit mit Schuster-Verpflichtung und Stadionumbau

Es ist die fünfte Amtszeit für Fritsch. Im Herbst 2012 hatte er das Präsidentenamt übernommen. Damals steckte der SV Darmstadt 98 im Abstiegskampf der 3. Liga. Eine seiner ersten Entscheidungen war die Entlassung des Trainers Jürgen Seeberger, gefolgt von der Verpflichtung Dirk Schusters und dem sensationellen Durchmarsch in die Bundesliga.

Seit dem Bundesliga-Abstieg 2017 spielt der Verein die vierte Zweitligasaison hintereinander. „Wir haben uns mittlerweile etabliert und sind definitiv ein fester Bestandteil der 2. Liga“, sagte Fritsch. Er verwies darauf, dass es sich beim deutschen Fußball-Unterhaus um eine der zehn finanzstärksten Ligen in Europa handele.

Der Verein stehe allerdings auch vor großen Herausforderungen wegen der Corona-Pandemie und des Stadionumbaus, betonte Fritsch. In einem Interview des Online-Magazins Lilienblog hatte er kürzlich erklärt, dass die Führungsmannschaft gerade in schwierigen Zeiten bleiben und das Schiff wieder in ruhige Gewässer führen solle.

Negatives Ergebnis für die laufende Saison erwartet

Diese Gewässer sind derzeit noch nicht in Sicht – im Gegenteil: Für die laufende Saison erwartet der Verein erstmals seit 2014 und vor allem wegen der geringeren Fernseheinnahmen ein negatives Finanzergebnis, wie die im Präsidium für die Finanzen zuständige Baumann einräumen musste.

Fritsch stellte er klar: „Wir sind hier noch nicht fertig.“ Besonders der Stadionumbau – das größte Projekt seiner Amtszeit – liegt ihm dabei am Herzen. Im Sommer 2022 soll der Umbau mit der Fertigstellung der neuen Haupttribüne abgeschlossen sein.

Im Herbst danach finden dann erneut Präsidiumswahlen statt. Fritsch will zwar für einen geordneten Übergang sorgt, stellt aber auch klar: „Endlos wird die Sache nicht werden, was den Herrn Fritsch angeht.“

Von Stephan Köhnlein

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