„Kleiner Goddelauer“ sorgt für Sicherheit

Bürgermeister Marcus Kretschmann, Frank Schaffner, Ibrahim, Ben, Anette Krauskopf, Steffy Steuernagel, Nitisat und Emily (von links) an der Markierung direkt vor der Grundschule. Foto: Stadt Riedstadt

Weiße Markierungen auf Gehwegen dienen Grundschulkindern zur Orientierung

Goddelau – Weiße Markierungen mit zwei Kindern Hand in Hand, zusammen mit der Aufschrift „Kinder Halt“ sowie „Vorsicht“ sind an vielen Stellen auf Gehwegen in Riedstadt-Goddelau zu sehen. Emily, Nitisat, Ibrahim und Ben zeigen beim Ortstermin mit Bürgermeister Marcus Kretschmann, Frank Schaffner vom Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Büchnerstadt Riedstadt sowie Lehrerin Steffy Steuernagel und Konrektorin Anette Krauskopf den Haltepunkt, der sich direkt vor der Georg-Büchner-Schule befindet.

Hier treffen sich nach der Schule die Grundschüler*innen, die gemeinsam zu Fuß nach Hause laufen, erklären sie. Und da sie an der Stelle nicht die Straße überqueren sollen, laufen die weißen Markierungskinder auf dem Pflaster eindeutig weiter auf dem Gehweg und befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite keine weitere Markierung. Anders sieht es weiter die Pestalozzistraße entlang in Höhe der Christoph-Bär-Halle aus: Da der sichere Schulweg über die Liebigstraße führt, die hier in die Pestalozzistraße mündet, befinden sich auf beiden Seiten der Pestalozzistraße die weißen Markierungen – so wissen die Kinder, dass sie hier die Straße überqueren sollen und auf den Verkehr achten müssen.

Die circa 90 Markierungen wurden von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs mit weißer Farbe auf den Gehwegen angebracht. Bewährt sich das System, soll eine dauerhafte Lösung gefunden werden, erklärt Frank Schaffner beim Ortstermin. „Sie wissen, dass wir bei der Stadt immer ein offenes Ohr haben, wenn es um die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer geht.“

Die Halte-Markierungen gehören zum Konzept „Kleiner Goddelauer“ und sind im intensiven Austausch und Zusammenarbeit von Grundschule und Büchnerstadt entstanden. Angestoßen wurde der Prozess im Mai 2019, als die Klassensprecher*innen aller 17 Klassen der Georg-Büchner-Schule bei Stadtspaziergängen im Rahmen des Landesförderungsprogramms „Besser zur Schule“ mit dem Darmstädter Planungsbüro „Mobilitätslösung“ neuralgische Punkte ihres Schulweges ausfindig machten.

Damals ebenfalls schon mit dabei waren neben den „Schutzleuten vor Ort“ Konrektorin Krauskopf, Lehrerin Steuernagel und Schaffner, stellvertretender Leiter des Fachbereichs öffentliche Sicherheit und Ordnung. Bürgermeister Kretschmann kam ebenfalls in die Grundschule und ließ sich die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zeigen.

Sein spontanes Versprechen „das kriegen wir hin“ angesichts der von den Kindern auf den Straßenplan geklebten „Haifischzähne“ vor der Martin-Niemöller-Schule wurde schnell umgesetzt: Der Bauhof brachte nach der Vorgabe der Kinder die weißen Dreiecke auf der Freiherr-vom-Stein-Straße an, die Autofahrer deutlich auf den Fußgängerübergang zur Gesamtschule aufmerksam machen. Auch andere Dinge, wie eine verlängerte Grünphase für Fußgänger an der Ampel Starkenburger Straße, wurden nach den Vorstellungen der Kinder von der Stadt in die Tat umgesetzt.

Die 90 Halte-Markierungen sind nun ein weiterer Baustein des „Kleinen Goddelauer.“ „Das kommt sehr gut an, auch bei den Eltern“, berichtet Krauskopf und Steuernagel ergänzt. „Meine Klasse 3b findet das superklasse!“

ggr

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*