Infrastruktur für E-Mobilität

Landrat Thomas Will (vorn links) und Treburs Bürgermeister Jochen Engel waren vor wenigen Tagen zu Gast bei der Firma Scapo in Astheim. Deren Geschäftsführer Dejan Grgic-Groß (auf der Treppe) und Philipp Lazic (rechts) informierten die beiden. Foto: Kreisverwaltung

Landrat zu Besuch bei der Firma Scapo in Trebur-Astheim

Kreis Groß-Gerau – Um die E-Mobilität voranzubringen, braucht es den weiteren Ausbau der dazugehörigen Infrastruktur. Seinen Teil dazu beitragen will das Start-up Scapo GmbH aus Trebur-Astheim, das Elektroladesäulen für Autos fertigt und betreibt. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch in den Bereichen Energiemanagement, Strominfrastruktur und E-Mobility tätig. Landrat Thomas Will besuchte das junge, Ende 2017 gegründete Unternehmen bei einer seiner regelmäßigen Betriebsbesichtigungen im Kreis. Begleitet wurde er von Hans-Peter Imhof vom Fachdienst Wirtschaft. „Es ist mir immer eine besondere Freude, zukunftsorientierte Unternehmen bei uns im Kreis näher kennenzulernen“, sagt der Landrat.

Auch Treburs Bürgermeister Jochen Engel nahm an dem Termin teil, bei dem die beiden Scapo-Geschäftsführer Philipp Lazic und Dejan Grgic-Groß über ihre Tätigkeiten informierten und die Räume im Gebäude der Firma Finder zeigten, deren Untermieter die Scapo GmbH ist; vor dem Haus gibt es selbstverständlich einen Ladepark für E-Fahrzeuge mit Scapo-Säulen. Der Firmenname Scapo steht übrigens für „Scaling power“, wie Philipp Lazic erklärte.

In einer kurzen Präsentation stellten die Geschäftsführer ein paar Eckdaten vor. Der Umsatz von Scapo liegt (Stand 23. September) bei bislang mehr als 2,88 Millionen Euro. Die Firma hat mehr als 700 Ladepunkte verkauft: „Wir haben für jede Anforderung die richtige Ladestation, von 3,7 bis 22 kW. Und: Unser System ist offen für andere Systeme, das ist eine Besonderheit, die Kunden entgegenkommt“, sagt Dejan Grgic-Groß.Seit Bestehen des Unternehmens wurden zwei Vollzeit- und drei Teilzeitstellen geschaffen, eine weitere halbe Stelle kommt nun hinzu. „Wir wollen nicht zu schnell wachsen, sondern lieber nachhaltig und organisch. Arbeitsplatzsicherheit ist uns wichtiger als kurzfristiger Gewinn“, betonen Philipp Lazic und Dejan Grgic-Groß.

Zu den Anfängen ihrer Tätigkeit gehört die Arbeit für Campingplatzbetreiber, die mittlerweile ein wichtiges Standbein geworden ist: Dabei geht es um die Möglichkeit, den Stromverbrauch an den Wohnmobilstellplätzen aus der Ferne abzulesen und auch die Stromzufuhr an- oder ausschalten zu können, ohne auf dem Platz präsent zu sein.

Die Monate der Corona-Pandemie haben das junge Unternehmen nicht nur wegen geschlossener Campingplätze ein wenig zurückgeworfen, antworteten die Geschäftsführer offen auf eine Frage des Landrats. Nun aber richtet sich der Blick wieder nach vorn: „Wir sind jetzt stärker als vor der Krise aufgestellt“, so Philipp Lazic. „Die Werte, die wir für uns postuliert haben – Verantwortung, Lösungsorientierung, One-Level-More – werden von den Kunden sehr wohl wahrgenommen“, ergänzte Dejan Grgic-Groß.

Anfragen von privater wie öffentlicher Seite gibt es genug. Auch Bürgermeister Engel zeigte sich interessiert, denn „es gibt einen Prüfauftrag der Gemeindevertretung, wo Ladesäulen in der Gemeinde postiert werden könnten“, sagte er. Zufrieden registrierten er und der Landrat, dass Scapo häufig mit ortsansässigen Firmen zusammenarbeitet.

ggr

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