Hardung: Habe keine Schablone mitgebracht

Timmo Hardung leitet die Lizenzspielerabteilung bei der Eintracht Frankfurt. Foto: Jan Huebner

Neuer Leiter der Eintracht-Lizenzspielerabteilung kommt von RB Leipzig

Rund sechs Jahre lang hat Timmo Hardung mit Julian Nagelsmann eng zusammengearbeitet – erst als Teammanager bei 1899 Hoffenheim, dann als Leiter der Lizenzspielerabteilung bei RB Leipzig. Doch als Nagelsmann im Sommer zum FC Bayern München ging, trennten sich die Wege. Weil bei den Bayern die Position bereits besetzt war, heuerte der 31 Jahre alte Hardung stattdessen bei Eintracht Frankfurt an. Er folgte damit einem anderen langjährigen Bekannten: dem früheren Leipziger Sportdirektor Markus Krösche, der seit dieser Saison Sportvorstand bei der Eintracht ist.

Zwei zentrale Handlungsfelder

Als Leiter der Lizenzspielerabteilung sieht Hardung zwei zentrale Handlungsfelder: „Zum einen sehe ich meine Aufgabe darin, für unser Funktionsteam die entsprechenden Rahmenbedingungen zu gewährleisten, damit unsere Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet die bestmögliche Leistung bringen können“, sagt der gebürtige Heidelberger in einem Gespräch auf der Internetseite des Vereins.

Hardung illustriert das an einem einfachen Beispiel: „Uns bringen die besten Physiotherapeuten wenig, wenn wir ihnen nicht die entsprechende Ausrüstung wie Massageliegen zur Verfügung stellen können.“ Besonderen Wert legt er dabei darauf, dass jeder seinen eigenen Erfahrungsschatz auf seinem Fachgebiet einbringe. „Ich habe keine Schablone mitgebracht, an der wir ab sofort alles ausrichten. Kein Verein hat das Allheilmittel.“

Die zweite Säule seines Aufgabengebiets lässt sich grob mit der als Bindeglied innerhalb des sportlichen Bereichs umschreiben ließe. Hardung ist die enge Kommunikation zwischen der Mannschaft, dem Trainerteam und der sportlichen Leitung extrem wichtig. Gerade auch zu Teammanager Christoph Preuß bestehe ein ganz enger Draht. „Preußi ist extrem gut vernetzt, sei es zu den Bereichen Integration, Logistik oder Teambetreuung.“

Was den Job zur Leidenschaft werden lässt

Auch mit Maureen Rodrigues als Assistentin der Lizenzspielerabteilung besteht ein reger Informationsfluss. Genauso auch zur Athletik- und medizinischen Abteilung sowie regelmäßig zu Medien und Kommunikation in Person von Bereichsleiter Jan Martin Strasheim und Pressesprecher Bartosz Niedzwiedzki.

Alles in allem laufe angesichts derlei Vielfalt für Hardung „kein Tag wie der andere“, sagt er. „Ich erhalte viel Input, was natürlich zeitintensiv ist, aber in diesem Team viel Spaß macht. Das ist das, was den Job zu einer Leidenschaft werden lässt.“

Von Stephan Köhnlein

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