Fluss – Achtung – Lebensgefahr

Friedrich Schmidt, Leiter des Fachbereichs Gefahrenabwehr, macht auf die Hinweistafel für den Notfall aufmerksam.   Fotos: Kreisverwaltung

Kreis warnt vor dem Baden in Rhein und Main

Kreis Groß-Gerau – Immer wieder geraten Menschen in Gefahr, wenn sie in Flüssen und unbewachten stehenden Gewässern baden. Aktuell sind im Kreis Groß-Gerau leider auch Tote zu betrauern. Eine junge Mutter und ihr Kind sind vor wenigen Tagen im Rhein ertrunken. Die Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau und viele andere, wie die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft, warnen daher verstärkt vor der Abkühlung und dem Schwimmen in Flüssen.

Weil es wegen der Corona-Pandemie in diesem Sommer – gerade beginnen die großen Ferien und vermutlich die heißesten Tage des Jahres – in den Freibädern keinen Badebetrieb wie gewohnt geben kann, könnte der Drang an die beiden Flüsse noch stärker werden, die den Landkreis im Westen und Norden begrenzen: Rhein und Main sind beliebte Ausflugsziele. Es gibt am Ufer Buchten und Strände. Im Sommer lässt es sich dort gut sitzen und liegen, picknicken und spielen.

Der Kreis Groß-Gerau startet darum mehrere Aufklärungs- und Warn-Aktionen. Noch rechtzeitig vor Ferienbeginn wurden Flyer an alle Schulen im Kreis verteilt, die an die Schüler*innen mit den Zeugnissen weitergereicht werden. Dieser Flyer soll zudem noch in mehrere Sprachen übersetzt und über die Kommunen und über verschiedene Einrichtungen verteilt werden. Auch auf der Homepage des Kreises ist er abrufbar: www.kreisgg.de/baden.

Dort wird erklärt, warum das Baden in Flüssen solch große Gefahr birgt und lebensgefährlich ist: Auch wenn die Wasseroberfläche ruhig aussieht, gibt es unter Wasser Strömungen und Strudel. Selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer kommen dagegen nicht an. Es kommen Bodenabbrüche vor – und wo man gerade noch stehen konnte, liegt der Grund plötzlich mehrere Meter tief. Vorüberfahrende Schiffe können starken Wellenschlag auslösen.

Auf diese Tatsachen soll möglichst bald auch auf zusätzlichen Schildern mit leicht verständlichen Piktogrammen entlang des Rheins und Mains aufmerksam gemacht werden. Außerdem weisen Landrat Thomas Will, Friedrich Schmidt, Leiter des Fachbereichs Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung, und Jochen Lohr von der DLRG-Ortsgruppe Leeheim in einem Video auf die Gefahren am Fluss und das richtige Verhalten – auch in einem Notfall – hin. Zum Beispiel finden sich Angaben zu den Flusskilometern und zu Notrufnummern an den Ufern. Link zum Video: https://youtu.be/aif40OWm2zY.

Landrat Thomas Will appelliert an alle, die sich im Sommer an den Flüssen aufhalten möchten: „Gehen Sie nicht ins Wasser! Suchen Sie zum Schwimmen die Bäder im Kreisgebiet auf oder die ausgewiesenen Badeseen. Gefährden Sie nicht sich und andere. Und vor allem: Behalten Sie Ihre Kinder immer im Blick, damit sie nicht in einem unbeobachteten Moment ins Wasser fallen.“

Landrat Thomas Will (rechts) brachte Flyer an die Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau, die wegen der damit verbundenen Gefahren eindringlich vor dem Baden in Flüssen warnen. Schulleiter Philipp Stannarius nahm sie dankbar entgegen.

ggr

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