Eintracht verpatzt Derby und verpasst Befreiungsschlag

06.06.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 emspor, v.l. Moussa Niakhate (FSV Mainz 05), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) Goal scored, erziehlt das Tor zum 0:1 Foto: Jan Huebner/Pool (DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO) Editorial use only. National and International News Agencies OUT

Das Team von Trainer Adi Hütter bekommt einfach keine Konstanz in seine Leistung

Wenn eines in dieser Saison bei Eintracht Frankfurt konstant ist, dann ist das die Unbeständigkeit. Nach der Corona-Pause gab es zunächst zwei klare Niederlagen gegen Gladbach und Bayern, dann ein Remis gegen Freiburg und anschließend zwei Siege gegen Wolfsburg und Bremen.

Mit einem Erfolg im Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 hätte am vergangenen Wochenende der Klassenerhalt perfekt gemacht werden können. Doch es kam anders. Mit 0:2 unterlag das Team von Trainer Adi Hütter dem Gast aus Rheinhessen.

„Wenn zu viele Spieler nicht an ihr Leistungslimit kommen, wird es schwer, Spiele zu gewinnen“, sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Defensivmann Makoto Hasebe, der Eintracht-Legende Bum-kun Cha überflügelte und nun mit 309 Einsätzen so viele Bundesligaspiele wie kein anderer Asiat bestritt, monierte: „Es hat überall etwas gefehlt.“ Und auch Hütter war angefressen: „Ich ärgere mich über das Ergebnis genauso wie über die Leistung, die nicht zufriedenstellend ist.“

„Werden wir wohl nicht mehr abstellen können“

Es ist nicht die neueste Erkenntnis, dass in der Bundesliga in dieser Saison so gut wie jeder jeden schlagen kann. So verlor die Eintracht beim derzeitigen Schlusslicht SC Paderborn 1:2 und schlug in der Hinrunde den inzwischen souveränen Tabellenführer Bayern München 5:1.  „Solche Schwankungen begleiten uns schon die gesamte Spielzeit“, wird Rode auf der Eintracht-Homepage zitiert. Dieses Muster „werden wir wohl in dieser Saison nicht mehr abstellen können.“

Restprogramm erscheint machbar

Glück hatte die Eintracht, dass die Mannschaften im Tabellenkeller am vergangenen Spieltag nicht gewannen. So beträgt der Abstand auf den Relegationsrang mit Fortuna Düsseldorf sieben und auf Rang 17 mit Werder Bremen zehn Punkte bei noch zwölf zu vergebenden Zählern bis Saisonende.

Das Restprogramm der Eintracht scheint zudem machbar: Zunächst geht es zu Hertha BSC, dann folgt ein Heimspiel gegen den kriselnden FC Schalke 04, danach ein Auswärtsspiel beim 1. FC Köln und am letzten Spieltag gastiert Paderborn in der Commerzbank-Arena.

Theoretisch müsste das für den Ligaverbleib reichen. Doch die Eintracht ist ja in dieser Saison immer für eine Überraschung gut – im Positiven wie im Negativen.

Von Stephan Köhnlein

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