Eintracht auf Champions-League-Kurs

Jubel nach dem Tor zum 1:2 gegen Borussia Dortmund. Foto: Jan Huebner

Sieg über Verfolger Dortmund im Jubiläumsspiel

Die letzten neun Spiele bei Borussia Dortmund hatte Eintracht Frankfurt verloren, der letzte Sieg lag sogar schon mehr als elf Jahre zurück. Eine Reise zum BVB war selten ein Vergnügen gewesen. Doch im 50. Bundesliga-Spiel bei den Schwarz-Gelben gab es nun einen 2:1-Auswärtssieg.

Ein Eigentor von Nationalspieler Nico Schulz bescherte der Eintracht die Führung. Mats Hummels glich aus, und ein Treffer des portugiesischen Torjägers Andres Silva kurz vor Schluss bescherte dem Team von Trainer Adi Hütter schließlich den Erfolg.

Sieben Punkte vor dem BVB

Damit festigte die Eintracht Rang vier, der zur Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison berechtigt. Zugleich baute sie den Vorsprung auf Dortmund auf sieben Punkte aus.

Neben Matchwinner Silva war der junge Brasilianer Tuta einer der Matchwinner. In der Innenverteidigung fing er 17 Bälle ab – Rekordwert an diesem Tag und das gegen einen Weltklasse-Stürmer wie Erling Haaland. „Wir haben ihn gemeinsam in Schach gehalten und es als Abwehrverbund gut gelöst“, gab sich der 21 Jahre alte Brasilianer nach seinem 12. Bundesliga-Spiel bescheiden.

Als Alex Meier die Eintracht jubeln ließ

Beim letzten Sieg in Dortmund war Tuta gerade zehn Jahre alt gewesen. Am 7. Februar 2010 brachte Benjamin Köhler die Eintracht früh in Führung. Die Borussia glich auch damals durch Hummels aus, und Lucas Barrios gelang die Führung.

Doch Sebastian Jung (65.) und Alexander Meier (74.) sorgten schließlich für den 3:2-Endstand zugunsten der Frankfurter. Vor dem Sieg damals hatte der Verein übrigens sogar rund 19 Jahre auf einen Sieg in Dortmund warten müssen.

Champions League wäre eine Premiere

Abwehrspieler Marco Russ, der 2010 im Siegerteam stand, erinnerte sich: „Es war ein typisches Spiel für den damaligen Saisonverlauf. Wir hatten Höhen und Tiefen in dieser Saison, waren immer oben dran, konnten uns aber am Ende nicht für den internationalen Wettbewerb qualifizieren.“

Das wird diese Saison wohl anders. Nach den Europa-League-Teilnahmen in den vergangenen beiden Spielzeiten winkt für die kommende Saison die erste Champions-League-Teilnahme der Vereinsgeschichte überhaupt.

Von Stephan Köhnlein

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