Die klimafreundliche Alternative

Imposantes Bild vor dem Kreishaus: Der Groß-Gerauer Landrat Thomas Will mit Nutzer*innen von Lastenfahrrädern. Bild: Kreisverwaltung

Landrat Will begrüßt Lastenradler*innen aus dem Kreis am Landratsamt

Kreis Groß-Gerau – Ob für den täglichen Einkauf, den Weg in die Kita oder den Transport nach dem Baumarkt-Besuch – das Lastenrad ist vielseitig nutzbar und auch im Kreis Groß-Gerau als Transportmittel immer beliebter. Das verwundert nicht: Seit einem Jahr unterstützt der Kreis Groß-Gerau den Kauf eines Lastenrads mit bis zu 1000 Euro. Landrat Thomas Will hat am Montag zwölf Nutzer*innen des kreisweiten Förderprogramms mit ihren neuen Velos vor dem Kreishaus begrüßt.

Für Landrat Will, der selbst ein Lastenrad steuert, ist das Gefährt „eine umwelt- und klimafreundliche Alternative zum Auto“. Die ökologischen Vorteile des Lastenrads musste er den Gästen freilich nicht erläutern. „Senkung der lokalen CO2-Emissionen, Schadgase und Feinstäube – wer die eine oder andere Autofahrt in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit durch eine Tour mit dem Lastenrad ersetzt, leistet einen wirklichen Beitrag zum Klimaschutz“, so der Landrat.

Lastenräder bedeuten für viele in der Tat eine wirkliche Alternative zum Pkw – das haben Kleinunternehmen, aber auch viele Privatpersonen inzwischen erkannt. Für 30 Menschen aus dem Kreis Groß-Gerau, die in der ersten Förderrunde zum Zug gekommen sind, gehören die Fahrten mit dem Lastenrad längst zur alltäglichen Routine. Wie vielseitig die Vehikel eingesetzt werden können – davon konnte sich Landrat Will beim Ortstermin am Eingang des Kreishauses selbst ein Bild machen. Viele Gefährte wurden für den Transport von Hunden oder Kindern genutzt, ein Lastenrad transportierte Lebensmittel, zwei- und dreirädrige Lastenräder waren unter den Fahrzeugen. Viele nutzen das Lastenrad jeden Tag, einige immerhin mehrmals die Woche. Dabei legten sie 30 bis 40 Kilometer pro Woche zurück.

Ein Lastenradler berichtete, dass er wegen des (E-)Lastenrads schließlich auf die Anschaffung eines zweiten Privat-Pkw verzichtet habe. Eine andere gab an, aufgrund der häufigen Lastenrad-Nutzung ihren familiär genutzten Zweitwagen sogar abgeschafft zu haben. Finanzielle Anreize beeinflussen das Kaufverhalten: Ohne Förderung hätten einige den Kauf des Lastenrads noch hinausgezögert. Einer der Befragten betonte, dass er sich das Velo ohne den Zuschuss des Kreises gar nicht angeschafft hätte.

In diesem Jahr können seit Juli neben Privatpersonen aus dem Kreisgebiet auch kleine Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen und Vereine von Zuschüssen seitens des Kreises beim Kauf eines (E-)Lastenrads ebenfalls mit bis zu 1.000 Euro profitieren. Das Interesse ist groß: „Das Gesamtbudget in Höhe von 50.000 Euro ist fast ausgeschöpft“, sagte Will. Ihn freut zudem, dass das Geschäft mit den Lasten-Gefährten bundesweit angezogen hat. 103.000 Lastenräder sind nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft worden. Mehr als drei Viertel der Modelle sind E-Räder. Laut Verband hat sich Zahl der verkauften Lastenräder bundesweit seit 2016 versechsfacht.

Informationen zur diesjährigen Lastenradförderung gibt es auf der Webseite des Kreises www.kreisgg.de unter Verkehr und Mobilität.

ggr

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