Die Helden von Bielefeld – und was aus ihnen wurde

Aytac Sulu (rechts) stand schon beim Relegationsspiel in Bielefeld für die Lilien auf dem Platz. Foto: Arthur Schönbein
Auswärtsspiel gegen die Arminia – da war doch was …

Darmstadt – Im Mai 2014 bog der SV Darmstadt 98 eine 1:3-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld noch um und gewannen auf der Alm mit 4:2. Das bescherte den Aufstieg in die 2. Bundesliga und war der Anfang einer unglaublichen Erfolgsgeschichte. An diesem Wochenende steht erneut eine Partie in Bielefeld an – diesmal allerdings unter anderen Vorzeichen. Denn die Lilien stecken mitten im Abstiegskampf. Ein Blick in die Vergangenheit zum Mutmachen.

Im Tor stand beim sogenannten Wunder von Bielefeld damals Jan Zimmermann. Er verließ die Lilien nach dem Aufstieg Richtung 1. FC Heidenheim, ging spä- ter zu 1860 München und ist mittlerweile wieder zu seinem Stammverein Eintracht Frankfurt zurückgekehrt, wo er zweiter Torhüter ist. In der Abwehr standen damals die zwei Spieler, die auch heute noch für die Lilien aktiv sind: Außenspieler Sandro Sirigu und Mannschaftskapitän Aytac Sulu. Auch der damalige Linksverteidiger Michael Stegmayer ist noch im Verein, allerdings nicht mehr aktiv, sondern als Teammanager. Benjamin Gorka verließ die Lilien im vergangenen Sommer, der inzwischen 33-Jährige ist seitdem vereinslos, hält sich weiter fit und überlegt aber auch, seine Spielerkarriere zu beenden. Hanno Behrens erzielte damals ein Tor, war auch im Jahr darauf Leistungsträger bei den Lilien und verließ den Verein nach dem Bundesligaaufstieg Richtung Nürnberg, wo er heute Mannschaftskapitän ist. Auch sein Nebenmann Jérôme Gondorf traf gegen Bielefeld, wechselte im vergangenen Sommer zu Werder Bremen, wo er zum erweiterten Stammkader zählt. Flügelflitzer Marcel Heller blieb ebenfalls bis zum Abstieg vergangene Saison, ist heute für den FC Augsburg am Ball. Für den Slowaken Milan Ivana war bereits nach dem ersten Bundesliga-Jahr das Kapitel Darmstadt beendet. Zunächst spielte er für den SV Elversberg in der viertklassigen Regionalliga Südwest, mittlerweile steht er bei dessen Ligakonkurrenten SV Röchling Völklingen unter Vertrag. Ebenfalls im Sommer 2016 verließ Publikumsliebling Toni Sailer den Verein. Er ging nach Thüringen zu Wacker Nordhausen in die 4. Liga, kommt dort mittlerweile aber kaum noch zum Einsatz. Dominik Stroh-Engel erzielte den ersten Treffer in Bielefeld und wurde in der Aufstiegssaison Rekordtorschütze der 3. Liga. Seine Marke steht noch immer, mittlerweile ist er wieder in der 3. Liga für den Karlsruher SC am Ball. Seine Torgefährlichkeit hat er aber nicht wiedergefunden, in 16 Spielen traf er diese Saison nur ein Mal. Und dann war da noch Elton da Costa. Als Einwechselspieler schoss er die Lilien in der Nachspielzeit der Verlängerung mit dem 4:2 zum Aufstieg. Es war sein letztes Spiel für Darmstadt. Auf einen neuen Vertrag konnten sich der Brasilianer und der Verein nicht einigen. Auch heute mit 38 Jahren ist er noch als Spielertrainer für den FC Kalbach in der Gruppenliga Frankfurt West aktiv.

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