„Der Anpassungsprozess ist mir nicht schwergefallen“

Eintracht-Spieler Kristijan Jakic im Spiel gegen Fenerbahce SK Istanbul. Foto: Jan Huebner

Eintracht-Neuzugang Kristijan Jakic im Gespräch

Er kam zu Saisonbeginn als Leihgabe von Dinamo Zagreb zu Eintracht Frankfurt und hat sich dort schnell zurechtgefunden. In einem Interview auf der Vereinshomepage spricht der 24 Jahre alte Kroate über seine ersten Eindrücke, seine Spielweise und seine Nationalmannschaftsnominierung.

„Ich bin es von Dinamo Zagreb gewohnt, dass die Erwartungen an die Mannschaft sehr hoch sind. Genauso ist es auch bei Eintracht Frankfurt“, sagt er. Vor allem dank seiner Mitspieler habe er sich gut einfinden können. Die Sprache sei noch ein kleines Problem, aber das werde mit der Zeit kommen. Wenn er mal etwas nicht verstehe, helfen seine Mitspieler Filip Kostic und Ajdin Hrustic. Aber die meisten Übungen und Anweisungen im Fußball seien ohnehin bekannt.

„Intensive und aggressive Art“

Die Bundesliga sei auf jeden Fall aggressiver und anstrengender als die Liga in seiner Heimat. Dort habe man die Bundesliga genau ich Blick. Deswegen habe er gewusst, welche Art von Fußball in Deutschland gespielt werde. „Ich bin der Meinung, dass ich hinsichtlich meines Spielertypus, also meiner intensiven und aggressiven Art, gut hier reinpasse“, sagt er und fügt an: „Der Anpassungsprozess ist mir nicht schwergefallen.“

Eigentlich ist Jakic ein defensiver Mittelfeldspieler. Im Europa-League-Spiel gegen Fenerbahce Istanbul (1:1) sah das jedoch anders aus, weil die Eintracht mit viel Pressing gespielt habe. „Deshalb stand ich auch etwas höher“, erklärt er. „Im Zusammenspiel mit Djibril Sow lässt sich jeweils einer zurückfallen. So kam es dazu, dass ich auch ein paar Aktionen nach vorne hatte.“

Rudelbildung und Nationalelfnominierung

In der Endphase der Partie gegen die Türken stand Jakic nochmals im Mittelpunkt. Nach einem taktischen Foul an seinem Gegenspieler kam es zur Rudelbildung. „Meine Aufgabe als Sechser besteht unter anderem darin, keinen Konter zuzulassen. Erst recht nicht in der 90. Minute. Deshalb habe ich meinen Gegenspieler gefoult“, sagt er.

„In dieser Situation war es nicht in Ordnung, dass er mich dann von hinten nochmal geschubst hat. Ich bin ein Spieler, der solch eine Art nicht mag und so etwas auch nicht duldet. Man hat gesehen, dass wir alle zusammenstehen und zusammenhalten. Es waren sofort alle da, um zu schlichten und nichts Weiteres zuzulassen.“ Jakic erhielt in der Situation Gelb, ebenso wie drei andere Spieler.

Inzwischen wurde Jakic erstmals für die kroatische Nationalmannschaft für die WM-Qualifikationsspiele gegen Zypern (8.10.) und die Slowakei (11.10.) nominiert: „Ich bin sehr glücklich und kann es nicht in Worte fassen, dass ich für die Nationalmannschaft berufen wurde“, sagt er. „Aber das ist nicht von allein gekommen, sondern durch die harte Arbeit, die ich in den vergangenen Jahren reingesteckt habe. Für mich geht ein großer Traum in Erfüllung.“

Von Stephan Köhnlein

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