Baufortschritt an Grundschule

An der neuen Nauheimer Grundschule begrüßte Landrat Thomas Will Vertreter*innen der CDU-Kreistagsfraktion. Foto: Kreisverwaltung

Landrat begleitet CDU bei Ortstermin in Nauheim

Kreis Groß-Gerau – Die Schwarzbachschule, wie die Nauheimer Grundschule künftig heißt, war Ziel eines Informationsbesuchs der CDU-Kreistagsfraktion. Beim Ortstermin am 2. August stießen Landrat Thomas Will und Gabi Walter-Reichelt, Fachbereichsleiterin Gebäudemanagement der Kreisverwaltung, dazu, um die Gäste über den Stand der Arbeiten zu unterrichten.

Mit dem Rohbau der neuen fünfzügigen Nauheimer Grundschule ist im Dezember 2018 begonnen worden. Der Einzug ist jetzt für die Herbstferien 2021 geplant. „Wir sind optimistisch, dass das funktioniert“, sagte der Landrat am Montag. Auch wenn es im Gebäude noch nach Baustelle aussieht, sind beim Innenausbau deutliche Fortschritte zu erkennen, ebenso am Außengelände. Dennoch hinkt das Projekt dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Das hat mehrere Gründe, wie der Landrat bei der Begrüßung der Gruppe erläuterte. Natürlich die Corona-Pandemie, die für logistische Probleme sorgte. Auch gab es bekanntermaßen im vergangenen Jahr einen Wasserschaden im Dachgeschoss.

Dies alles wird voraussichtlich vergessen sein, wenn das moderne Schulgebäude in Betrieb geht. Es wird ein Passivhaus mit niedrigem Energiebedarf, Nachtlüftungsmöglichkeit und hohem Lärmschutzniveau; unter anderem stellt Fraport dafür über den Regionalfonds mehr als drei Millionen Euro als Fördermittel bereit. Insgesamt belaufen sich die Zuschüsse mehrerer Geldgeber (die Gemeinde Nauheim etwa stellt Mittel für die Bibliothek zur Verfügung) auf rund 3,37 Millionen Euro. Die investiven Gesamtkosten von rund 17,5 Millionen Euro für die Nauheimer Grundschule wurden im Jahr 2019 bewilligt.

Landrat Will hob die Vorteile der guten Lüftungsanlage in einem Passivhaus hervor, die gerade in Corona-Zeiten essenziell sind. Auch stellte er mit Gabi Walter-Reichelt kurz das pädagogische Konzept vor, das mit der sogenannten Cluster-Bauweise für die Klassenräume einhergeht.

Nach Eintritt ins Gebäuden durch den Haupteingang ist linkerhand die Mensa zu erkennen, die auch als Aula genutzt werden soll. Im Hintergrund sind Küche und Essensausgabe zu sehen. Maximal 150 Kinder werden in der Mensa später in einer Schicht essen können; bis zu drei Schichten sind möglich. In der Mitte des Gebäudes befindet sich das Foyer. Die weiteren Flächen im Erdgeschoss sind für Verwaltung, Arbeitsräume der Lehrkräfte sowie für die Gemeinde- und Schulbücherei vorgesehen. Corona habe keine Umplanung nötig gemacht, antwortete Gabi Walter-Reichelt auf eine Frage; auch die Schülerzahlen blieben stabil.

Im ersten und zweiten Stock des Gebäudes mit seinen zwei Flügeln finden sich die Unterrichtsräume. Auf jeder Seite liegt ein Cluster: in der Mitte die flexible Lernzone, drumherum angeordnet fünf Klassenräume, ein Bewegungsraum sowie ein Lehrerstützpunkt. „Diese Form der Anordnung ermöglicht intensiven und abwechslungsreichen Unterricht“, ist Landrat Thomas Will überzeugt.

Für die Außenanlagen, die zum Ende der Baumaßnahmen am Gebäude hergerichtet werden, gibt es einen Masterplan. Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Herstellung der an den Neubau angrenzenden Flächen sowie das Gelände zur Schulstraße. Der Rest folgt in weiteren Abschnitten nach und nach. Auch gibt es nach Fertigstellung des Neubaus Arbeiten am Schul-Altbau. Das Haus mit Fachräumen für Werken und Musik erhält ein Fluchttreppenhaus inklusive Aufzug, sodass auch dort Barrierefreiheit herrscht. Mit Hilfe der Förderung der Fraport AG erhält der Altbau zudem dezentrale Lüftungsgeräte.

ggr

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