Appell: Kinder möglichst zuhause betreuen

Kita „Am Park“ in Goddelau. Foto: Stadt Riedstadt

Anteilige Gebührenerstattung, wenn Kinder höchstens sieben Tage in Betreuungseinrichtung geschickt werden

Riedstadt – Dem dringenden Appell der Hessischen Landesregierung an Eltern, ihre Kinder wenn irgend möglich bis zum 31. Januar nicht in eine Betreuungseinrichtung zu schicken, schließt sich Bürgermeister Marcus Kretschmann an.

In einem Brief an die Eltern von Kindern in städtischen Betreuungseinrichtungen betont er, dass im bewusst ist, welch große Herausforderungen die Eltern bereits im letzten Jahr meistern mussten. „Dennoch ist mir sehr gegenwärtig, dass die Pandemie einen sehr kritischen Stand erreicht hat und unsere Krankenhäuser und Notaufnahmen am Rande der Kapazität arbeiten. Die Kontakte müssen weiterhin auf ein Minimum reduziert werden und ich bitte Sie daher dringend, Ihr Kind bzw. Ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen“, schreibt Bürgermeister Kretschmann.

Weiter heißt es in dem Brief, dass der Bürgermeister den Gremien der Büchnerstadt Riedstadt vorschlagen will, dass Eltern für Januar die Gebühren zurückerstattet werden, wenn sie ihr Kind oder Kinder gar nicht in die Kita schicken, und anteilig, wenn sie nur bis zu maximal sieben Tagen im Monat betreut werden. „Das Land sieht zwar eine Gebührenerstattung nicht vor, aber ich halte es für unabdingbar, Ihnen einen Ausgleich zu geben, sofern Sie ihr Kind nicht in die Betreuungseinrichtungen bringen. Damit tragen Sie einen großen Teil dazu bei, die Pandemie einzudämmen“, so Kretschmann in dem Elternbrief.

Damit die Kindertagesstätten und die Schulkindbetreuung besser planen können, werden die Eltern gebeten, den Leitungen bis zum 12. Januar mitzuteilen, ob und an welchen Tagen ihre Kinder bis Ende des Monats die Einrichtung besuchen werden.

Die Bürgermeister der vier Südkreiskommunen Biebesheim, Gernsheim, Riedstadt und Stockstadt hatten gemeinschaftlich noch am Freitagmorgen in zwei Telefonkonferenzen versucht, eine einheitliche Lösung zum Thema Gebührenerstattungen zu finden. „Wir haben aber festgestellt, dass die Voraussetzungen in den Kommunen zu unterschiedlich sind, sodass es je nach der kommunenspezifischen Lage unterschiedliche Lösungen gibt, die alle gut begründet sind“, erklärt Riedstadts Bürgermeister Ketschmann.

ggr

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